Marginale Adaptation und Klebefugengröße von zweiteiligen CAD/CAM-Zirkonoxid-Abutments

Marginale Adaptation und Klebefugengröße von zweiteiligen CAD/CAM-Zirkonoxid-Abutments

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Gehrke P, Sing T, Fischer C, Spintzyk S, Geis-Gerstorfer J.

In einer aktuellen Studie wurde von den Autoren – Team aus Zahnärzten, Zahntechnikern und Werkstoffwissenschaftlern – die “Marginale Adaptation und Klebefugengröße von zweiteiligen CAD/CAM-Zirkonoxid-Implantataufbauten” untersucht. Im Zeitraum zwischen April 2015 und September 2016 haben sich die Autoren der Studie mit Laborversuchen, Datenerhebung und der statistischen Auswertung befasst und dies in einer Masterthesis dargelegt. In dieser Kurzfassung werden die Ergebnisse vorgestellt.

Ziel der Studie war eine vergleichende Untersuchung zu Passgenauigkeit, marginaler Adaptation und Größe des Zementspalts/der Klebefuge bei zweiteiligen CAD/CAM-gefertigten Zirkonoxid-Abutments von im DEDICAM-System (zentral) hergestellten sowie laborseitig gefertigten und auf Titaninserts verklebten Zirkonoxidhülsen (lokal).

Material und Methode

Untersucht wurden zwei Gruppen zweiteiliger Zirkonoxid-Abutments im Rahmen einer Raster-Elektronen-Mikroskop-Laborstudie (REM) auf ihre Passgenauigkeit und Klebefugengröße.  Die erste Gruppe (Kontrollgruppe) bestand aus neun zentral gefertigten zweiteiligen Hybrid-Zirkonoxid-Abutments (DEDICAM, Camlog).

Eine zweite Gruppe (Testgruppe) beinhaltete neun laborseitig hergestellte und auf Titaninserts (Camlog) verklebte Zirkonoxidhülsen (lokal). Nach Resineinbettung wurden die Test- und Kontrollgruppen-Abutments (n= 18) im Dünnschliffverfahren bearbeitet und einer REM-Vermessung des externen marginalen und internen Klebespalts unterzogen. Es erfolgte eine statistische Auswertung der ermittelten Daten. Schließende Vergleichsmethode beider Gruppen war der Welch’s t-Test.

Ergebnisse

Die Untersuchungsergebnisse zur Passung zweiteiliger Hybridabutments lieferten Spaltmaße zwischen 0 µm und 115,5 µm.Der Mittelwert zur marginalen Adaptation / externen Klebefugengröße betrug in der Testgruppe 18,84 µm bei einer Standardabweichung von +/-7,61 µm. In der Kontrollgruppe wurden 17,75 µm und eine Standardabweichung von +/-3,96 µm ermittelt. Der Mittelwert für die interne Klebefugengröße war in der Testgruppe 51,73 µm, die Standardabweichung betrug +/-10,70 µm und bei der Kontrollgruppe 57,30 µm mit einer Standardabweichung von +/- 3,88 µm.

Schlussfolgerung

Es konnten die Spaltmaße zentral und fremd gefertigter Hybridabutments aufgezeigt werden. Statistisch ließ sich kein signifikanter Unterschied (t (11,9) =1,48, (p=0,164)) zwischen Test- und Kontrollgruppe nachweisen.

Fazit für den Praxis- und Laboralltag:

Sowohl die direkt bei Camlog hergestellten Hybridabutments als auch die fremd / lokal-gefertigten Abutments erreichten die in der Wissenschaft geforderten Spaltmaße, die den Maßstäben der konventionellen angewandten zahnärztlichen Prothetik entsprechen.

Publikation: Gehrke P, Sing T, Fischer C, Spintzyk S, Geis-Gerstorfer J.: Marginal and Internal Adaptation of Hybrid Abutment Assemblies After Central and Local Manufacturing, Respectively. The International Journal of Oral & Maxillofacial Implants. Volume 33. Number 4. 2018.